Der Schnepfenweiher


An der Zufahrtsstrasse zu den Bad Berleburger Kliniken in der Nähe des Schlossparkes befindet sich am Ausgang eines kleinen Tales, das den Namen Wolfsgraben trägt, ein kleiner Weiher. In früheren Zeiten befand sich an dieser Stelle ein grösserer Weiher, wobei die heutige Strasse vermutlich dessen Dammkrone war.
Der Sage nach soll in den Abendstunden auf dem Wasser des Schnepfenweihers ein goldgefüllter Teigtrog (Seige) geschwommen sein. Dieser war aber nur zu erreichen, wenn man sich ihm wortlos näherte. Einem Berleburger Bürger (Christian Hardt, gest. 1825) war es fast gelungen, doch der Goldschatz verschwand, und er erreichte nur einen aus Messing bestehenden Trog (Völkel, 1846,Berleburger Sagen).
Der Name des ursprünglichen Weihers stammt aus der Zeit der Hexenverfolgungen. Personen, die man des Hexendaseins bezichtigte, wurden Hände und Füsse gebunden und in das Wasser geworfen ('geschnepft'). Gingen sie unter, waren sie schuldlos. Schwammen sie oben, wurden sie verurteilt und hingerichtet. In jedem Fall hatte man sich ihrer entledigt...